Bundeswehreinsatz am GiPS

Bundeswehreinsatz am GiPS

Ein Jugendoffizier der Bundeswehr aus Stuttgart war am Montag, 24.1.2022, bei der J1 des Pfarrwiesen Gymnasiums zu Gast. Er stellte sich den Fragen der SchülerInnen und klärte über die sicherheitspolitische Herausforderungen der Bundeswehr auf. Der Vortrag war am eindrucksvollsten, als Kapitänsleutnant Stefan Siegmann von seinen persönlichen Einsatz-Erlebnissen bei der Marine im Ausland berichtete. Mehr dazu hier:

Es ist 11:35. Nach ein paar Verzögerungen beginnt endlich der Vortrag des Bundeswehroffiziers, auf den die J1 schon den ganzen Tag gewartet hat. Der Offizier trägt einen dunkelblauen Anzug mit Streifen auf den Ärmeln, die seinen Dienstgrad als Kapitänsleutnant anzeigen. Er wirkt aufmerksam und voll konzentriert auf seinen bevorstehenden Vortrag. Nachdem sich die Unruhe im Raum gelegt hat, beginnt er sofort damit, die Jugendlichen mithilfe einer Power-Point-Präsentation mit Fakten

über die Infrastruktur und politische Stabilität verschiedener Länder zu überhäufen. Der Vortrag gestaltet sich deshalb zunächst etwas zäh: Was anfangs wie eine „normale, langweilige“ Schulstunde beginnt, entwickelt sich jedoch schnell zu einer wirklich interessanten Doppelstunde. Dann nämlich, als der Jugendoffizier von den Herausforderungen der Bundeswehr erzählt, gibt er den Jugendlichen am Beispiel der Piraterie die Möglichkeit, selber über Lösungsansätze nachzudenken. Größtenteils versuche die Bundeswehr nur mithilfe ihrer Anwesenheit die kleinen, schnellen Piratenboote einzuschüchtern und so von einem Angriff auf die großen Frachtschiffe abzuhalten, erklärt Siegmann.

Richtig spannend wird es aber, als der Jugendoffizier auf Nachfrage damit beginnt, von seinen persönlichen Auslandserfahrungen zu berichten. Wie er zum Beispiel mitansehen musste, wie Menschen seine Essensabfälle sammelten, nur um nicht verhungern zu müssen. „Dieser Anblick lässt auch den stärksten Soldaten nicht kalt“, sagt Siegmann.  Er beschreibt auch die traurigen Gesichtsausdrücke seines Teams, wenn es wieder

einmal heißt: Auslandseinsatz! Sprich, die Männer und Frauen müssen für mehrere Monate ihre Heimat und Familien zurücklassen. Was ihn weiterhin motiviere, diesen Beruf auszuüben, wollen die Jugendlichen wissen. Die Arbeit verlange ihm zwar viel ab und bei den Einsätzen sei er oft einsam, meint er, aber er brauche diese Abwechslung und könne sich keinen Bürojob vorstellen. „Ich liebe die tägliche Herausforderung“, so der Offizier.

Was haltet ihr von dem Beruf des Soldaten und den damit verbundenen Herausforderungen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

Leo

Leo

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