Computer – irgendwann schlauer als der Mensch?

Computer – irgendwann schlauer als der Mensch?

Jedes Jahr aufs Neue erscheinen neue Computer und Handys, die immer besser und leistungsfähiger werden. Und schon heute „sprechen“ wir mit digitalen Assistenten wie Siri, Alexa oder Google Assistant. Hinzu kommt, dass immer häufiger von Begriffen wie „KI“ (=Künstliche Intelligenz) und Robotern die Rede ist. Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich nun also die Frage: Werden Computer irgendwann schlauer sein als der Mensch?

Computer werden immer besser

Fakt ist, dass Computer immer leistungsfähiger werden. Und diese Entwicklung wurde schon sehr früh erkannt. Schon 1965 formulierte Gordon Moore, Mitgründer von „Intel“, das sogenannte Moore’sche Gesetz. Vereinfacht gesagt lautet dieses, dass die Chips in Computern alle 18 Monate doppelt so leistungsfähig werden. Auch wenn seine Theorie heute nicht mehr immer gilt, hatte Moore insofern Recht, dass Computer exponentiell immer leistungsfähiger werden.

Auch andere Wissenschaftler sagten bereits vor einigen Jahren voraus, dass es in der Technik immer schnellere Fortschritte geben wird. Die Tatsache, dass das Internet enorme Mengen an Wissen frei verfügbar macht, trägt auch ihren Teil hierzu bei.

Quantencomputer – eine völlig neue Technologie

Des Weiteren bietet eine völlig neue Technologie die Möglichkeit, in der Zukunft noch sehr viel leistungsstärkere Computer bauen zu können. Bei dem sogenannten „Quantencomputer“ steht die Forschung zwar noch sehr am Anfang. Die Exemplare, die es heute schon gibt, sind noch sehr fehleranfällig und kaum für sinnvolle Berechnungen brauchbar. Aber es zeigt sich bereits heute, dass den Quantencomputern die Zukunft gehört. In einem speziellen Experiment von Google beispielsweise kam ein Quantencomputer innerhalb von 200 Sekunden auf das Ergebnis einer Rechenaufgabe, für die einer der weltweit schnellsten „normalen“ Supercomputer 10 000 Jahre benötigt hätte(!)

Künstliche Intelligenz (KI)

Doch selbst der stärkste Computer könnte niemals allein schlauer als der Mensch sein. Selbst wenn ein Computer die kompliziertesten Matheaufgaben innerhalb von Sekunden berechnen kann, fehlt es ihm immer noch an dem, was Lebewesen generell, vor allem aber den Menschen, ausmacht – der Intelligenz. Hier kommt die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ (kurz: KI) ins Spiel. Generell geht es im Bereich der KI darum, dass Maschinen menschliches Denken und Verhalten nachahmen sollen. Hierbei gibt es aber zwei wichtige Unterscheidungen.

Schwache KI

Zum einen gibt es die sogenannte „schwache KI“. Diese ist nur auf ganz spezielle Anwendungen trainiert. Hierzu zählen z.B. ein Schachcomputer oder selbstfahrende Autos. Fun Fact: Bereits 1997 besiegte die Künstliche Intelligenz „Deep Blue“ den damaligen Schach-Weltmeister Garry Kasparov. Während schwache KI in solchen speziellen Fällen einen Vorteil gegenüber dem Menschen haben kann, kann sie aber keine eigenen Lösungsansätze entwickeln. Sie ist daher in jedem Fall auf den Menschen angewiesen.

Starke KI

Zum anderen gibt es aber noch die sogenannte „starke KI“. Diese verfügt theoretisch über menschliche Fähigkeiten, kann selbstständig denken und handelt aus eigenem Antrieb heraus. Allerdings: Solch eine KI gibt es heutzutage noch nicht und obwohl immer mehr Geld und Arbeit in die Forschung fließen, weiß heute noch niemand, wie man solch eine starke KI bauen könnte. Manche Wissenschaftler bezweifeln sogar, dass es jemals möglich sein wird, eine solche starke KI zu bauen.

Siri, Alexa und Co.

Aber bereits die heute existierende schwache KI ist schon zu beeindruckenden Leistungen fähig. Dies wird wie anfangs bereits genannt auch bei Sprachassistenten deutlich, welche immer besser werden. Dies liegt unter anderem daran, dass KI darauf angewiesen ist, mit Daten sozusagen „gefüttert“ zu werden. Je mehr Menschen Sprachassistenten wie Alexa oder Siri nutzen, desto mehr Daten stehen den Firmen zur Verfügung. Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto besser können die Sprachassistenten Entscheidungen treffen und sich mit Menschen unterhalten.

Zugegeben, beim Gespräch mit Siri oder Alexa kommt es einem noch nicht wirklich so vor, als würde man sich mit einem Menschen unterhalten. Jedoch können die Assistenten bereits jetzt Dinge, die vor einigen Jahren unvorstellbar gewesen wären. So demonstrierte beispielsweise Google, wie „Google Assistant“ selbstständig per Telefon einen Friseurtermin buchte und einen Restauranttisch reservierte. Dabei schien es den Menschen am anderen Ende der Leitung nicht aufzufallen, dass sie sich gerade mit einer Maschine unterhielten.

Welches Fazit lässt sich daraus nun ziehen?

Heute lässt sich noch nicht sicher sagen, ob Computer jemals intelligenter als der Mensch sein werden. Generell ist aber davon auszugehen, dass Computer auch in der Zukunft immer mehr leistungsfähiger sein werden. Die Forschung an der Künstlichen Intelligenz steht noch ganz am Anfang, aber bereits jetzt wird deutlich, zu was Computer in der Lage sind. „Text-Roboter“ können schon jetzt logisch klingende Texte verfassen, Übersetzer wie „Linguee“ arbeiten mit künstlicher Intelligenz und immer mehr Unternehmen und auch die Politik erkennen die potenzielle Schlagkraft von KI. Angesichts des enormen Potenzials sind aber auch klare Regeln notwendig, damit sichergestellt werden kann, dass KI dem Menschen hilft und ihn nicht überflügelt. Die Europäische Kommission hat hier bereits eine Leitlinie zum Umgang mit KI formuliert.
Was sich mit Sicherheit sagen lässt: KI wird eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen und wir werden über die nächsten Jahre hinweg hautnah beobachten können, wie Computer und KI sich entwickeln.

Eure Meinung

Was denkt ihr zum Thema KI? Denkt ihr, dass KI dem Menschen nützen wird oder eher, dass Horror-Szenarien wie im Film „Terminator“ eintreten werden? Teilt uns eure Meinung gerne in den Kommentaren mit, wir würden uns sehr freuen!

Für die, die noch mehr zum Thema lesen möchten:

  • Texte schreibender Bot „Talk to Transformer“:
    https://app.inferkit.com/demo
  • STARTUP-TEENS auf Youtube: “Wie Du deine eigene KI baust“  (in Python): https://youtube.com/playlist?list=PLIYzsTnFhywx9kt2xb7x_cNgM0xd6BfTb
Simon

Simon

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