
Schon seit Längerem bekommen wir Schüler immer eines gesagt: „KI schreibt nicht euer Abi!“ und „Wozu gibt es uns Lehrer, wenn ihr alles von KI erledigen lasst !?“.
Diese ständigen Warnungen hängen wie ein schweres Echo über jedes Klassenzimmer -und sorgen zunehmend für Genervtheit – vor allem, weil viele Jugendliche KI längst selbstverständlich im Alltag nutzen. Laut einer aktuellen Statista-Umfrage verwenden mehr als 90 Prozent der 12- bis 19-jährigen KI-Tools regelmäßig, sei es für kleine Aufgaben, für die Schule oder einfach aus Neugier. (https://de.statista.com/infografik/35480/umfrage-zur-nutzung-von-ki-anwendungen-unter-12-bis-19-jaehrigen/ ,zuletzt abgerufen am 23.11.2025).
Doch wofür nutzen wir, die Schüler, die KI eigentlich wirklich? Nutzen wir sie nur als Hilfsmittel zum Beantworten von Fragen oder überlassen wir ihr das Denken komplett?
Diese Frage spaltet wieder unsere Schulgemeinschaft wie kaum ein anderes Thema. Und wieder stehen zwei Welten gegenüber:
Die Gegner der KI-Benutzung: die Lehrer, die der Meinung sind, dass KI unser komplettes Denkvermögen schwächt und wir dadurch nur bequem und faul werden.
Auf der anderen Seite die Befürworter der KI-Benutzung: die Schüler, die die Ansicht vertreten, dass KI nur ein Hilfstool ist und nicht ihre Kompetenzen einschränkt.
und im Mittelfeld; hin und hergerissen stehen ein paar einzelne Schüler und Lehrer, die der Meinung sind, ein Zwischenweg zu finden und die KI-Nutzung gemeinsam zu verbessern und sinnvoll zu gestalten.
Dann stellt sich für uns die allgemeine Frage: Wie genau soll das bitte funktionieren?
Eins ist aber jedenfalls klar, die Abneigung, die die Lehrer gegenüber der unüberlegten KI-Benutzung empfinden, wird immer spürbarer für die Gegenseite. Besonders jetzt- mitten in der Klassenarbeitsphase- nehmen die Betrugsversuche mit KI-generierten Lösungen wieder zu. Werden die „Schummler” erwischt, ist klar, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und Schülern zerrüttet ist. Goße Diskussionen entstehen und Wortgefechte werden immer lauter ausgetragen. Die rote Tinte, die eine große rote 6 umkreist und die Worte: Täuschungsversuch mit der KI schreibt, erzeugt bei den Schülern Frustration und Demotivation. Dies ist sicherlich aber auch auf der Seite der Lehrer der Fall.
Doch genau deshalb wäre es richtig und sinnvoll, den Umgang mit KI regelmäßig zu üben, z.B. das Schreiben von sinnvollen und erfolgreichen Prompts und auch die Vor- und Nachteile des Einsatzes vom KI gemeinsam zu thematisieren. Denn eine Sache ist auf jeden Fall klar: Der Zug, KI aus dem Schulalltag zu verbannen, ist schon längst abgefahren!
Seid gespannt! Am Freitag erscheint ein spannender Artikel über den Black-Friday-Konsum.
Geschrieben von Marie (J1)






