Sportlich, gesund und übergewichtig – warum der BMI unter Kritik steht

Sportlich, gesund und übergewichtig – warum der BMI unter Kritik steht

Westliche Länder wie Deutschland und vor allem die USA haben seit langem mit einem steigenden Übergewicht der Bevölkerung zu kämpfen.
Da kommt ein einfaches, von der WHO anerkanntes Mittel zur Berechnung von Gewichtsidealen gerade recht.
Da der BMI (Body Mass Index) nur zwei Daten der PatientInnen erfordert, lassen sich so Unmengen an Daten und Berechnungen ersparen. Das Ergebnis wird ermittelt, indem das Gewicht der Person in Kilogramm durch das Quadrat ihrer Körpergröße in Metern geteilt wird.
Klingt doch erstmal gut, oder?
Warum genau das ein Problem ist:
Die Simplizität, die der BMI mit sich bringt, hat eine Schattenseite. So werden beispielsweise Hochleistungssportler und sonst gesunde Menschen als übergewichtig eingestuft. Wie kann das der Fall sein? Ganz einfach- Der BMI berücksichtigt beispielsweise die ethnische Zugehörigkeit sowie sportliche und körperliche Gewohnheiten der Person nicht. Er berücksichtigt auch nicht das Verhältnis zwischen Muskelmasse und Fettmasse. Doch nur der Überschuss an letzterer ist gesundheitsschädlich.

Eine gute Alternative zum BMI kann der BVI (Body-Volume-Index) sein, da er das Bauchvolumen auf der Grundlage der Verteilung von Fettmasse und fettfreier Masse bewertet. Leider kann man seinen BVI nicht zuhause ermitteln, da seine Berechnung sehr viel komplexer ist. Dennoch ist er ein ausgezeichnetes Präventionsinstrument im Kampf gegen Fettleibigkeit.

Abschließend kann man also sagen, dass der BMI zwar ein schnelles und einfaches, aber dafür sehr ungenaues Tool zur Gesundheitsbestimmung von PatientenInnen darstellt und nur zur Orientierung nützlich ist.

Intizar

Intizar

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